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Pacific Data Images (PDI)

Im August 1980 gründeten Carl Rosendahl, Glenn Entis und Richard Chuang die Fernsehdesign-Firma Pacific Data Images in Sunnyvale, Cal. Ein erster Vertrag mit der brasilianischen Fernsehgesellschaft Rede Globo (1982) sicherte die Finanzierung der Software. Im Anfang produzierte man vor allem Titelsequenzen, Werbetrailer für Fernsehstationen, Jingles, kurze Werbefilme u.ä.. Die automatische Filmabtastung und -digitalisierung kam 1990 als zweites Standbein dazu; außerdem beschäftigte sich PDI mit Animationen für Themen- und Freizeitparks. Das Musikvideo Black and White, das 1990 für Michael Jackson entstand, eröffnete eine lange Reihe von Animationen für Spielfilme wie Batman Forever (1995), Terminator 2 (1991) oder Toys (1992). Fernsehprojekte wie die Halloween-Ausgabe der Simpsons 1995 mit einem in 3-D animierten Homer gehörten zum Tagesgeschäft. Die Firma beschäftigte über 300 Mitarbeiter (Stand: 2001). Eine ganze Reihe von Auszeichnungen gingen an PDI (1986 für Opera Industrial, 1988 für Chromosaurus, Cosmic Zoom und Burning Love, 1989 für Locomotion, 1992 für Sleepy Guy, 1994 für Bric-a-Brac), einschließlich eines Oscars für das Animationssystem der PDI (1997) sowie für den PDI-Mitarbeiter Nick Foster, mit dessen Software man Wasser und andere Flüssigkeiten animieren kann (1998). Entis verließ PDI 1995 und ging zu DreamWorks Interactive. Rosendahl verkaufte seine Anteile 2000 und wurde Direktor der Mobius Venture Capital. 2004 wurde die Firma in DreamWorks Animation (DWA) umgeformt.
Im März 1996 kam eine Koproduktion mit DreamWorks zustande, der zufolge PDI animierte Langfilme herstellen sollte. Im Februar 2000 übernahm DreamWorks die kleinere Firma, es entstand PDI/DreamWorks. 1998 entstand der vollständig als Computeranimation ausgeführte Film AntZ. Der Film Shrek (2001) wurde zum Durchbruch, Shrek 2 (2004) erwies sich schnell als umsatzstärkster Animationsfilm aller Zeiten.