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Pannónia Filmstudio

Das Pannonia Filmstudio (MAFILM Pannónia) ist das größte Zeichentrickstudio Ungarns. Die Animationsabteilung der ungarischen Filmproduktion wurde im Jahr 1951 von Gyula Macskássy gegründet und im Jahr 1956 in Pannonia Filmstudio umbenannt.

Über mehr als drei Jahrzehnte hat das Studio Zeichentrickserien und Filme für das ungarische und deutsche Fernsehen sowie Werbefilme für den internationalen Markt produziert. Macskássys Stil war an den Arbeiten Disneys geschult, doch entwickelte er bald einen eigenen Stil. Zahlreiche internationale Auszeichnungen markierten schnell, die Eigenständigkeit der Pannónia-Produktionen wie auch deren internationale Wahrnehmung. Ers kam zu regelmäßigen internationalen Kooperationen (etwa bei dem Langfilm Hugó, a víziló [dt.: Das Nilpferd Hugo, 1975, Bill Feigenbaum]). Spätest der Oscar für Ferenc Rófusz‘ Kurzfilm A légy (dt.: Die Fliege, 1980) markierte den Rang der Pannónia-Produktionen.

Nach der Änderung des politischen Systems 1990 in Ungarn verlor das Studio seine Monopolstellung in der ungarischen Zeichentrickproduktion, und die Ungarische Fernsehgesellschaft stellte die Finanzierung der Zeichentrickproduktion ein. Trotzdem produzierte das Studio bis 2004 noch Zeichentrickfilme.

Filmographie: The productions of Pannonia Film Studio 1951‑1980. [Filmliste.] In: Hungarofilm Bulletin, 3, 1980, S. 13‑30. – Kuttna, Mari: Hungarian animation. A survey of the work of the Pannónia Studio, Budapest. Budapest: Hungarofilm [1970].

Literatur: Antal, Istvan: Greg, Peter, Mattie and the kids: films for children from Pannonia Studio. In: Hungarofilm Bulletin, 3, 1979, S. 5‑12. – Morton, Paul: The Animated Esperanto: The Globalist Vision in the Films of Sándor Reisenbüchler. In: Animation 11,1, 2016, S. 92‑107. – Varga, Zoltán: Look Behind the (Animated) Pictures. Notes on the Role of the Aesopic Language in Hungarian Animated Film. In: Acta Universitatis Sapientiae, Film and Media Studies 10,1, 2016, S. 121‑139.