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Paparazzo

Plural: Paparazzi

International üblich gewordene Bezeichnung für einen aufdringlichen, lästigen Pressefotografen (später auch allgemein für einen Journalisten), der Prominente auf Schritt und Tritt verfolgt, Privatsphäre nicht achtet und proxemische Minimaldistanzen unterschreitet, um so um jeden Preis an sein Material zu gelangen. Der mit scherzhafter bis abwertender Mitbedeutung verwendete Gattungsname stammt vom Beinamen des Vespa fahrenden römischen Pressefotografen Marcello (gespielt von Walter Santesso) aus Federico Fellinis La dolce Vita (Italien/Frankreich 1960). Inzwischen auch titelgebend für mehrere Filme, die sich um das Leben von Stars und die Sensationspresse drehen, darunter Paparazzi (Frankreich 1964, Jacques Rozier), Paparazzo (Großbritannien 1995, Edward Bennett), Paparazzi (Frankreich 1998, Alain Berberian) sowie der gleichnamige Film von Neri Parenti (Italien 1998).

Literatur: Gold, David L.: English paparazzo < Italian paparazzo = commonization of the charactonym Paparazzo (in Federico Fellini’s La Dolce Vita)? In: Neophilologus 85,1, 2001, S. 111-119. – Pinkus, Karen: The Montesi scandal: the death of Wilma Montesi and the birth of the paparazzi in Fellini’s Rome. Chicago: University of Chicago Press 2003.