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part-talkie

auch: parttalkie, part-talkie movie; dt. selten: Teilsprechfilme

In einer eher umgangssprachlichen Redeweise unterschied man in der Frühzeit des Tonfilms solche Filme, deren Dialogszenen nur teilweise als Ton-Szenen realisiert waren und gegenüber anderen Szenen, die als stumme Szenen gedreht worden waren, von Filmen, die in ganzer Länge als „Sprechfilme“ ausgeliefert wurden; erstere nannte man part-talkies, letztere all-talkies. Das wohl berühmteste part-talkie movie war  The Jazz Singer (1927, Alan Crosland), doch gab es bis in die frühen 1930er eine ganze Reihe weiterer Filme. Oft waren die Part-Talkie-Filme sowohl für eine Auswertung als Stumm- und als Tonfilme zugleich geeignet, indem man die Dialoge durch Schrifttafeln ersetzte. Part-Talkies waren so für die Umwandlung der amerikanischen Kinos, die in den Jahren von 1927 bis 1931 vollzogen wurde, eigentlich optimal angepasst. Ihr amphibischer Charakter als zugehörig zu beiden Systemen kennzeichnet sie gerade nicht als defizitär, sondern als optimal auf den Markt abgestimmte Form.  Ein formal auffallender Sonderfall ist der russische Film Prazdnik svyatogo Yorgena (Das Fest des Heiligen Jürgen, 1930, Yakov Protazanov, Porfiri Podobed), der als Stummfilm bereits abgedreht war und um eine Ton-Rahmenhandlung ergänzt wurde.

Literatur: Crafton, Donald: The Talkies. American Cinema‘s Transition to Sound, 1926-1931. Berkeley, Cal. [...]: University of California Press 1997, bes. S. 171-179 (History of the American Cinema. 4.). – Spring, Katherine: Say it with songs: Popular music in Hollywood cinema during the transition to sound, 1927‑1931. Diss., The University of Wisconsin, Madison 2007. Dazu: Dissertation Abstracts 6, 2008, S. 3188. – Walker, Alexander: The Shattered Silents. How the Talkies Came to Stay. New York: Morrow 1979.

Referenzen