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Pitching

engl.: pitch, pitching; von engl.: to pitch = etwas aufbauen, errichten; diese alte Bedeutung wird seit Ende des 19. Jahrhunderts von „Errichten eines Marktstandes“ auf die eigentliche Tätigkeit eines Verkäufers: das möglichst gelungene Anpreisen einer Produkts zum Zweck seines gewinnbringenden Verkaufs, übertragen, wobei die moderne zweite, sportsprachliche Hauptbedeutung des Verbs, nämlich einem Ball beim Abschlag den richtigen Drall zu geben, mit hineinspielt

In der Sprache der Medien ist mit pitch / pitching eine kurze mündliche Propagierung der Idee zu einem Film vor Repräsentanten eines Studios bzw. Produzenten der Film- und Fernsehindustrie gemeint (pitch meeting). Diese sollen von der Präsentation des Filmkonzepts soweit überzeugt werden, dass sie bereit sind, in das geplante Projekt finanziell zu investieren. Eine kurze schriftliche Fassung kann den emotional möglichst mitreißend gehaltenen Vortrag begleiten oder ihm vorausgehen (proposal writing). Ein zweiter Versuch wird repitching genannt. Die professionelle Handbuchindustrie nimmt sich inzwischen auch des pitching an und bietet entsprechende Schulungen.
In seiner Hollywood-Satire The Player (US 1992) führt der Regisseur Robert Altman auch das pitching vor.

Literatur: Cook, Martie: Write to TV. Out of your head and onto the screen. Burlington, MA/Oxford: Focal Press, 2007, S. 177-189. – Kurz, Sibylle: Pitch it! Die Kunst, Filmprojekte erfolgreich zu verkaufen. 2., überarb. Aufl., Konstanz: UVK 2008. (Praxis Film, 45.).