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Polizeifilmzensur

1905 tötete und beraubte der Lederarbeiter Karl Rudolf Hennig den Kellner Giernoth. Die Polizei hatte mit der Verhaftung Hennigs viel Pech. Die Filmindustrie drehte darüber einen Film und machte sich über die Polizei lustig. Am 13.4.1906 wurde der Film verboten. Auf Einspruch des Produzenten wurde er am 18.4.1906 wieder zugelassen. Der Polizeipräsident von Berlin erreichte dann aber die Einrichtung der amtlichen Filmzensur. Ab dem 8.5.1906 musste in Berlin jeder Film vor einer öffentlichen Vorführung der Polizei-Zensurstelle vorgelegt werden. Leider war niemand bereit, zum 100-Jahres-Jubiläum über den Fall Hennig und die Entstehung der deutschen Filmzensur einen Film zu drehen – oder in Deutschland darüber auch nur einen Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel zu veröffentlichen.

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