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Pressevorführung

manchmal: Pressematinée (weil die Veranstaltungen vormittags, vor den Publikumsvorstellungen waren); engl.: preview: oft auch: trade show

Exklusive Vorführung eines neuen Films für Mitarbeiter der lokalen Presse vor dessen Premiere. Pressevorführungen dienen heute dazu, Kritiken zu lancieren, die pünktlich zum Kinostart erscheinen können. Traditionellerweise wohnte die Tagespresse der Premiere bei. Seit der Frühzeit des Kinos waren Filmvorführungen für die Kinobesitzer üblich. Mit der Veränderung des Kinoangebots vom Nummernprogramm als Abfolge verschiedener kurzer Filme in Richtung eines langen Hauptfilms, der gezielt ausgewählt werden sollte, wuchs um 1912 die Bedeutung der Filmankündigung in der Tagespresse. Daher luden die Produktionsfirmen oder Verleihunternehmen zunehmend auch Journalisten in die Previews. Eine gezielte Kritikeraufführung für alle Berliner Kritiker gab es erstmals am 21.1.1913 für Der Andere (D 1913, Max Mack). Heute werden Teile der Funktionen, die früher Pressevorführungen erfüllten, durch Videokopien („Pressekopien“) erfüllt.

Referenzen