Metainformationen zur Seite

Probeaufnahme

engl.: screen test

Probeaufnahmen werden in drei Funktionen angefertigt: (1) Beim Casting für bestimmte Rollen geben die Aspiranten für die Rolle Sprech- und Aktionsproben vor laufender Kamera. Heute wird dabei meist eine Videoaufzeichnung hergestellt. Derartige Aufnahmen werden insbesondere mit Nachwuchsdarstellern gemacht, dienen aber auch dazu, die Eignung professioneller Darsteller für eine bestimmte Rolle auszutesten. Heute finden sich auf manchen DVDs Probeaufnahmen als Beigaben.
(2) Manchmal werden besonders komplizierte Aufnahmen zunächst als Probedurchlauf realisiert (und dabei auf Video aufgezeichnet, so dass Auflösung und Choreographie evaluiert und verändert werden können).
(3) Auch manche Masken werden zunächst in Probeaufnahmen getestet, bevor sie tatsächlich zum Einsatz kommen.
Probeaufnahmen werden inzwischen archiviert und tauchen in Schauspielerporträts, in Making-Ofs und ähnlichen Filmen wieder auf. Berühmt sind die Aufnahmen, die Truffaut mit Jean-Pierre Léaud für Les quattre-cent Coups (1958) machte, wie auch die Aufnahmen, die Rock Hudson für 20th Century Fox machte und die vom Studio als Beispiele für schlechtes Schauspiel aufbewahrt wurden. Heute werden u.U. Hunderte von möglichen Akteuren zu Probeaufnahmen eingeladen (wie z.B. die Besetzung der weiblichen Hauptrolle in alaska.de, BRD 2003, erst nach über 1.000 Probeaufnehmen erfolgte).