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queer film studies

Beeinflusst von Stereotypenforschung (Russo, Dyer), von poststrukturalistischer Genretheorie (Caughie, Cawelti, Altman u.a.) und von den Rezeptionstheorien der Birmingham School of Cultural Studies (Stuart Hall) hat Queer Film Studies das Hollywoodkino, das europäische Kunstkino und das Mainstream-Fernsehen auf ‚queres‘ Textbegehren hin dekonstruiert und historisch spezifisches ‚queres‘ Zuschauerbegehren identifiziert (siehe z.B. die Schriften von Alexander Doty, der klassische Texte wie The Wizard of Oz und The Red Shoes auf ihren ‚queer subtext‘ oder zumindest ihre Zugänglichkeit durch ‚queer readings‘ untersucht). Die Bandbreite von Themen ist groß: die Darstellung von AIDS in Film und Fernsehen, die Rolle der Pornografie in der AIDS-Aufklärung, in Safer-Sex-Instruktionsfilmen und in der schwulen und lesbischen Selbstdarstellung, die revisionistische Historisierung von Queer Auteurs (z.B. der Hollywood-Regisseurin Dorothy Arzner) und klassischen Texten (wie z.B. denen Alfred Hitchcocks), und die Aufzeigung neuer Strategien zur Bekämpfung von Homophobie in den Massenmedien. 

Literatur: Doty, Alexander: Making Things Perfectly Queer. University of Minnesota Press 1993. – Grundmann, Roy: Andy Warhol’s Blow Job. Philadelphia: Temple University Press 2003. – Hanson, Ellis (Hrsg.): Out Takes: Essays on Queer Theory and Film. Durham u. London: Duke University Press 1999.
 

Referenzen