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Ramping

v. engl.: to ramp = aufrichten; auch: Speed Ramping (beides auch im Dt. gebräuchlich)

Ramping beschreibt einen Effekt der Postproduktion von Film- oder Videomaterial. Am deutlichsten fällt er innerhalb eines Bildes auf: eine Bildsequenz wird dann ohne Schnitt (in der Regel länger als 1sec [24 Frames]) ab einem bestimmten Zeitpunkt beschleunigt oder verlangsamt. Er lässt sich sowohl in einzelnen Einstellungen (durch kurzfritsige Beschleunigung oder Verlangsamung) wie aber auch in Filmsequenzen mit Schnitten erzielen.

Der Ramping-Effekt lässt sich mithilfe von Schnitten oder sogenannten Keyframes, gängiger PostPro-Software, erzeugen. Gewissermaßen wird eine „zeitliche“ Rampe gebaut. Die Aufnahme hat nach der Bearbeitung unterschiedliche Tempi. Der Ramping-Effekt wird als Mittel der visuellen Intensivierung eingesetzt, um in einem Geschehensablauf oder in der Komposition einzelner Bilder einen bestimmten Punkt als schneller, intensiver, wuchtiger hinzuarbeiten (oder um eben das Gegenteil zu erzeugen und dem Geschehen Dynamik zu entziehen). Die Rampe funktioniert sowohl in aufsteigender wie auch abfallender Richtung. Der Einsatz dieses Effekts bietet sich besonders dann an, wenn die Aufnahmen mithilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera aufgezeichnet wurden. Bei der Verlangsamung von Film- und Videomaterial muss das Bild bei Hochgeschwindigkeitsaufnahmen (zur Erzielung des Eindrucks der Zeitlupe) nicht zwingend interpoliert werden, da genügend Frames vorhanden sind. Das Bild wirkt durchweg stabil und flimmert oder hakt nicht.