Metainformationen zur Seite

Randspur

auch: Randbespurung; manchmal: Magnetspur, Magnetrandspur; engl.: magnetic stripe

(1) Bei magnetischer Tonaufzeichnung wird eine magnetisierbare Spur am Rande des Filmstreifens aufgebracht. Dazu wurden eigene Randbespurungsmaschinen (wie das Cinemaphon) eingesetzt, die die Spur auf die Filmoberfläche aufbrachten, ältere Bespurungen wieder ausfrästen. Bei Mehrkanal-Verfahren wie dem 6-Kanal-Ton, den 70mm-Film ermöglichte, liegen sechs derartige Spuren nebeneinander. Erste Randspurfilme wurden 1948 in den USA hergestellt, um 1950 verbreitete sich das Prinzip auch in Europa. Es überzeugte durch die Möglichkeit der Mehrkanalaufnahme. Schon 1953 stellte das Cinerama-Verfahren 6-kanaligen Ton vor. Im gleichen Jahr stattete man 35mm-Film mit zwei Randspuren aus; nach 1958 wurde die Randbespurung von 8mm-Amateurmaterial üblich. Die Randbespurung macht das Filmmaterial um bis zu 20% dicker, schützt allerdings den Bildstreifen vor Staub, der nun nicht mehr unmittelbar zwischen die Filmschichten bei der Aufwicklung geriet.
(2) Neben der Schrägspuraufzeichnung, die enorme relative Bandgeschwindigkeiten ermöglicht, lässt sich der Ton bei VHS- und SVHS-Bändern auf einer Randspur aufzeichnen, die am unteren Rand des Bandes lokalisiert ist. Da hier aber die tatsächliche Bandgeschwindigkeit ausgenutzt wird, ist die Tonqualität ausgesprochen schlecht. Die Spur wird v.a. zum Nachvertonen genutzt.