Metainformationen zur Seite
  •  

ratings

Instrument der freiwilligen Selbstkontrolle der amerikanischen Filmindustrie, das 1968 den 1966 abgeschafften Production Code ablöste. Regulierten die Vorschriften des Code noch Inhalte und Gestaltung der Filme, so kennzeichnen die Ratings nur noch, für welches Publikum ein Film angemessen ist. Verliehen werden die Ratings von einer repräsentativen Kommission, die aus Vertretern verschiedener Bevölkerungsgruppen zusammengesetzt ist und in Los Angeles im Auftrag der Produzentenvereinigung MPAA arbeitet. Ein G-Rating bedeutet beispielsweise general audiences und kennzeichnet Filme, die für alle Altersgruppen zulässig sind; PG heißt parental guidance und suggeriert, dass Kinder diesen Film besser in Begleitung eines Erwachsenen sehen, während R oder restricted Filme kennzeichnet, die Jugendliche unter 17 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen sehen dürfen. In Produktionsverträgen wird vorgängig festgelegt, welchem Rating ein fertiggestellter Film entsprechen muss. In den frühen 1970ern, als Pornofilme noch im Kino liefen, war das X-Rating die höchste Kategorie. Heute werden kontroverse Filme mit einem sogenannten NC-17-Rating bedacht, das Anfang der 1990er eigens für die Kinoauswertung von Pedro Almodóvars High Heels (Spanien/Italien 1991) eingeführt wurde. Ähnlich wie der Production Code dienen auch die Ratings als Instrument der Marktkontrolle. So bedeutet ein NC-17-Rating mittlerweile das kommerzielle Todesurteil für einen Independent-Film, weil die für den Erfolg solcher Filme in der Schlüssel-Region New York ausschlaggebende New York Times prinzipiell keine Inserate für Produktionen mit einem solchen Rating entgegennimmt.

Referenzen