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rekishi-geki

auch: Rekishigeki; Rekishi-eiga; Kompositum aus japan. rekishi „zeitliche Abfolge, Geschichte“ + geki „Drama, Stück“, svw.: „historisches Drama“

Im Unterschied zu dem zu Schematisierungen neigenden japanischen Jidai-geki oder Epochen-Film ist ein als Rekishi-geki konzipierter Film darum bemüht, historische Zusammenhänge und Einzelheiten in einer Ausführlichkeit und Intensität zu schildern, die geschichtsdidaktischen wie auch -wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Er erhebt damit Anspruch auf den Charakter eines Lehrfilms über eine Geschichtsepoche. Filmgeschichtlich hervorzuheben ist der ungemein aufwendige und entsprechend teure, unter den Bedingungen der kaiserlichen Militärbürokratie hergestellte Film Genroku chushingura (Die 47 Samurai) von Kenji Mizoguchi (1941), der am Vorabend des Geschehens von Pearl Harbor den jedem Japaner u.a. aus dem Kabuki-Theater bekannten und bis heute immer wieder neu erzählten Samurai- und Shogun-Stoff um die Chushingura (ungefähr: „getreue Gefolgsleute“) vom Beginn des 18. Jahrhunderts erzählt.

Literatur: Davis, Darrell William: Picturing Japaneseness: monumental style, national identity, Japanese film. New York: Columbia University Press 1996, S. 69f. - Smith, Henry: The 47 Ronin, Part 1 (Genroku Chushingura) http://www.columbia.edu/~hds2/47ronin.htm

Referenzen