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relationale Montage

Nach Pudovkin ist die „relationale Montage“ ein Verfahren, mittels dessen man durch das Aneinanderhängen von Bildern Ideen beim Zuschauer evozieren kann. Er ging davon aus, dass es fünf elementare Typen der Montage gebe, die Relationen zwischen den Einzelbildern etablieren:

– die Juxtaposition oder Nebeneinanderstellung,
– den Parallelismus (das gleichzeitige Vollziehen zweier Handlungen, die aber durch die Geschichte nicht miteinander zusammenhängen),
– den Symbolismus (bei der die eine Bildkette das Geschehen in der anderen symbolisiert),
– die Simultaneität zweier Bild- und Geschehensketten und
– die Leitmotiv-Beziehung, die der der eine Bildstrang den anderen in die Motivstruktur des gesamten Films einbezieht.

Dieses Konzept bildet eine der ersten und bis heute wichtigsten Grundannahmen einer konstruktivistischen Theorie der Bildmontage: Aus der Nebeneinanderstellung von Bildern entsteht quasi naturwüchsig eine neue Bedeutung.

Literatur: Pudovkin, Vsevolod I.: Filmtechnik. Filmmanuskript und Filmregie. Zürich: Vlg. der Arche 1961 (Sammlung Cinema. 1.).