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Rock-Musical

auch: Rock-Oper; neuere Variante: Metal Opera

Variante des Musicals vor allem der 1970er und 1980er Jahre. Im Rock-Musical werden nicht nur die eingängigen Melodien, Gesellschafts- und Varieté-Tänze des klassischen Musicals durch Rockmusik und neue Formen des Tanzes ersetzt, sondern es wird auch mit den alten Handlungsstrukturen von Backstage-Musical und romantischer Komödie gebrochen. Typischerweise ist das Rock-Musical eher durchgehend gesungen (und insofern der Oper nahe, weshalb man oft auch von „Rockopern“ sprach; die erste sich explizit „Oper“ nennende Rock-Produktion war Tommy von der Gruppe The Who aus dem Jahre 1969 – verfilmt 1975, Ken Russell), während das Musical mit musikalischen Einlagen arbeitet. Außerdem können in das Rock-Musical so verschiedene (im klassischen Musical undenkbare) Stoffe eingehen wie die Jesusgeschichte, der Vietnamkrieg (Hair, 1979, Milos Forman), der Verlust der Selbstkontrolle (Pink Floyd: The Wall, 1982, Alan Parker), Geschichten jugendlicher Sozialisation (Quadrophenia, 1979, Franc Roddam) oder aber die als Horrorkomödie erzählte Geschichte einer Initiation in eine Subkultur (The Rocky Horror Picture Show, 1974, Jim Sharman).