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scam film

Scam ist im amerikanischen Englisch ein Slangausdruck mit der Bedeutung ‚Betrug, Beschiss‘ und bezeichnet insbesondere Versuche, mit raffinierten und unehrlichen Vorgehensweisen an Geld zu kommen; verwendet auch als Verb mit der Bedeutung ‚sich einschleichen, vorm Bezahlen drücken‘

Seit den 1960er Jahren gebräuchlich, geht das Wort zurück auf scheme ‚Schema, Plan‘ und meint die Verwendung von illegalen Informationen zur Durchführung von Betrügereien sowie die Anwendung von ausgeklügelten Plänen und Tricks durch einen sogenannten scam artist oder auch con artist, der oft zusätzlich in einem Lehrer-Schüler-Verhältnis steht, wie etwa in The Sting (USA 1973, George Roy Hill) oder – mit weiblichem ‚Lehrling‘ – in Paper Moon (USA 1973, Peter Bogdanovich) oder in Rien ne va plus (Frankreich/Schweiz 1997, Claude Chabrol). Die Verwendungsbreite des Terminus umfasst Aufstiegsphantasien im Milieu von Drogensüchtigen und Kleinkriminellen (Trainspotting, Großbritannien 1996, Danny Boyle) oder Nichtsesshaften ebenso wie Versicherungsbetrug und großangelegte Gaunereien in und durch Firmen oder Einzelpersonen (Catch Me If You Can, USA 2002, Steven Spielberg). Insbesondere zahlreiche Spieler- und Casinofilme sind gleichzeitig auch scam movies (etwa Maverick, USA 1994, Richard Donner). Motivliche Vermischungen mit dem caper movie und dem heist movie hinsichtlich der spektakulären Durchführung der Tat sind dabei ebenso möglich wie Genre-Beziehungen zum film noir mitsamt einer zugehörigen femme fatale (The Spanish Prisoner, USA 1997, David Mamet; Best Laid Plans, USA 1999, Mike Barker).

Literatur: Hyde, Stephen/Zanetti, Geno (eds.): Players: con men, hustlers, gamblers, and scam artists. New York: Thunder Mouth Press 2002. – Faron, Fay: Rip-off: a writer's guide to crimes of deception. Cincinnati, Ohio: Writer‘s Digest Books 1998 (The Howdunit Series.).
 

Referenzen