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Schinken

Wohl seit den 1950ern verbreitete umgangssprachliche Umschreibung von Filmen, die sich durch die Opulenz der Ausstattung bei gleichzeitiger Flachheit (und oft auch: Langsamkeit) der Erzählung auszeichnen. Verschwenderischer Umgang mit pittoresk arrangierten Kulissen und Landschaftsaufnahmen, aufwendigen Massenszenen und Spezialeffekten kennzeichnen sie als eine Kitschform des attraktionellen Kinos. Außerdem ist der Bezeichnung oft die Charakteristik des „Altertümlichen“ oder des „Überholten“ konnotiert – Filmschinken bedienen sich der Erzähl- und Ausdrucksformen eines nicht mehr zeitgenössischen Kinos. Der Ausdruck wird ausschließlich defaitistisch oder ironisch verwendet („Hollywood-Schinken“, „Heimat-Schinken“, „Grusel-Schinken“, „70er-Jahre-Schinken“), ihm ist meist Langweiligkeit assoziiert. 
 

Referenzen