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Schläger

frz.: batteur; engl.: beater, auch: dog movement

Zu den ältesten Filmantrieben gehört der sogenannte Schlägermechanismus. Er wurde von Georges Emile Joseph Déménÿ 1893 eingeführt und immer wieder ausprobiert (frz. Patente 219.830 v. 3.3.1892 und 233.337 v. 10.10.1893). Dabei wird der Negativstreifen kontinuierlich durch die Kamera bzw. den Projektor geführt; mit einem auf einer sich kontinuierlich rotierenden Achse angebrachten, flexiblem Andruckbalken wurde der Filmstreifen ruckweise vor das Bildfenster transportiert und festgehalten, bevor er sich wieder vom Film löste und erst nach Vollendung der Umdrehung der Achse wieder den Filmstreifen fixierte. Das Material wurde dabei sehr stark beansprucht; insbesondere Klebestellen wurden immer wieder aufs Neue beschädigt (weshalb sich das Malteserkreuz als sehr viel materialschonenderer Antrieb durchsetzte). Gleichwohl wurde auch der Schläger vielfach variiert und fand sich in zahlreichen Apparaten (im ameriokanischen Edison Vitascope, im Hughes‘schen Moto-Photograph u.a.); vor allem Gaumont experimentierte weiter damit; noch bis 1913 wurden in Frankreich Projektoren hergestellt, die auf dem Schläger-Vortrieb basierten.