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Schleife

auch: Ringfilm; engl.: loop

Wenn ein Kurzfilm oder eine kurze Filmszene, die dann oft ein zyklisches Geschehen zeigt, für Ausstellungs-, Demonstrations- oder Unterhaltungszwecke immer wieder vorgeführt werden soll, werden Anfang und Ende des Films zu einer Endlosschleife verklebt. Die Vorgeschichte des Films ist auch eine Geschichte der Schleife. Zootrop, Phonoskop, Mutoskop, Tachyskop, Kinetoskop und andere optische Spielzeuge und Projektoren basierten auf Ringfilmen, die meist einzelne abgeschlossene Handlungen in Wiederholung zeigten. Es gab eigene Ringfilm-Projektoren resp. -Betrachter wie Edisons Kinetoskope, die den Film über ein System von mehreren Rollen führten. Kino-Automaten (z.B. Guckkästenkinos, wie sie an Bahnhöfen aufgestellt waren) arbeiteten immer nach dem Schleifen-Prinzip. Ringfilme sind naturgemäß kurz. Die Filme in den Edison-Guckkästen waren 50 Fuß lang und ergaben eine Sichtdauer von ca. 20 Sekunden – bei einmaligem Durchlauf. So kurz die Filme waren, so begrenzt war auch ihr ästhetisches Entwicklungspotential – mit dem Aufkommen des Films hört die Entwicklung des Ringfilms praktisch auf.