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Screencast

auch: screencapture, screenrecording, screenvideo; dt. etwa: Bildschirmaufzeichnung; auch: Bildschirmaufnahme, Bildschirmvideo

Als Screencast bezeichnet man in der EDV einen digitalen Film, der Handlungsprozesse auf einem Computerbildschirm aufnimmt.  Im Unterschied zu Screenshot sind die Aufnahmen nicht statisch, sondern dynamisch. Die Videospur kann zusätzlich mit Ton, schriftlichen Kommentaren, visuellen Effekten, Interaktionselementen etc. angereichert werden. Anschließend wird die Aufnahme samt zusätzlicher Elemente zu einer Datei kompiliert. Das Abspeichern erfolgt je nach Erstellungssoftware in unterschiedlichen (vorrangig Video-) Formaten und Qualität.
Die möglichen Einsatzfelder von Screencasts sind: Software-Anleitungen, Fehlerbeschreibungen (Dokumentieren von Programmfehlern für den technischen Support), Schulungen und Tutorials, Werbevideos für Software, E-Learning-Kurse oder Forschungsstudien (Aufnahmen der computergestützten Umfragen samt aller Bildschirmaktivitäten).
Screencasts kombinieren die Vorteile der synchronen und asynchronen Kommunikation und entsprechen einerseits den in Echtzeit abgehaltenen Vorträgen, bieten aber andererseits die zeitliche Flexibilität in der Benutzung. Als Nachteil sei der relativ hohe Erstellungs- und Aktualisierungsaufwand von Screencasts zu vermerken.

Literatur: Notess, Greg R.: Screencasting for Libraries. Chicago: ALA TechSource (Imprint of the American Library Association) 2012 (The Tech Set. 17.). – Udell, Jon: What Is Screencasting? 2005, URL: http://www.oreillynet.com/pub/a/oreilly/digitalmedia/2005/11/16/what-is-screencasting.html?pagewanted=all. – Bibliographie: Betty, Paul (comp.):  Creation, Management, and Assessment of Library Screencasts: The Regis Libraries Animated Tutorials Project. URL: http://gcls2.cmich.edu/conference/presentations/handout_betty.pdf
 

Referenzen