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Serie: Formenübersicht

– Der Mehrteiler erzählt eine abgeschlossene Geschichte, die auf mehrere Folgen aufgeteilt ist. Neben den Film-Serials rechnen auch die französischen sérials zu diesem Formenkreis. Gleiches gilt für den Fernseh-Mehrteiler (mini-series). Ein Sonderfall ist die vielfolgige Telenovela, die oft erst nach mehr als 150 Einzelfolgen zu einem narrativen Ende kommt.
– Eine Reihe erzählt eine Reihe von Episoden aus dem Leben der Protagonisten. Die Episode wird dabei im Rahmen des einzelnen Films zu Ende gebracht. Viele Krimi-Serien des Fernsehens rechnen zu den Reihen. Im angloamerikanischen Sprachgebrauch ist meist von series die Rede. Auch spricht man von einer Episodenserie (episodic series).
– Die Serie im engeren Sinne (auch: fortlaufende Serie) erzählt eine offene, zukunftsorientierte Geschichte, die prinzipiell auf Unendlichkeit angelegt ist. Im angloamerikanischen Sprachgebrauch spricht man von serial. Zu den Serien rechnen insbesondere die Seifenopern, die manchmal jahrzehntelang in täglichen oder wöchentlichen Folgen die Fortentwicklung einer sozialen Gruppe verfolgen. Man kann unterscheiden zwischen solchen Serien, die einen jeweiligen Handlungsabschluss pro Sendung anstreben (dazu gehören die Sitcoms), und solchen, die bewusst mittels Cliffhanger ein offenes Ende haben, um den Zuschauer zum Anschalten der nächsten Folge zu animieren.
Es gibt daneben eine ganze Reihe von Nachbarkonzepten – Fortsetzung, Prequel, Sequel, Spin-Off, Zyklus.

Literatur: Hickethier, Knut: Die Fernsehserie und das Serielle des Fernsehens. Lüneburg: Universität Lüneburg 1991. Mit Bibliographie. – Mikos, Lothar: Fernsehserien: Ihre Geschichte, Erzählweise und Themen. In: Medien und Erziehung 31,1, 1987, S. 2-16.
 

Referenzen