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Shading-Modell

In der Computergraphik bezeichnet es modellhaft den spezifischen Algorithmus, der im Render-Prozess verwendet wird, um ausgehend von den Lichtquellen im 3D-Raum die Farbe einer Oberfläche zu berechnen. Man könnte durchaus auch von Schattierung sprechen, so wie Maler oder Zeichner durch abgestufte Farben oder Schraffierungen ihren Darstellungen Körperhaftigkeit verleihen. Der Begriff Shading-Modell ist jedoch nicht nur im Bereich der Computergraphik etabliert, sondern er impliziert auch den spezifisch computertechnischen Aspekt der Modellbildung. Allen Shading-Modellen gemeinsam ist die Transformation eckiger Polygonmodelle in kontinuierliche Oberflächen. So unterscheiden sich die verschiedenen Shading-Modelle durch die Art und Weise, wie sie die Oberflächenstrukturen beschreiben, beispielsweise als ideal diffus wie das Lambert-Modell (nach dem Mathematiker und Philosophen Johann Heinrich Lambert, 1760) oder als mit Mikrofacetten ausgestattet wie das Cook-Torrance- (1981) und das Oren-Nayar-Modell (1994).

Literatur: Glassner, Andrew S.: Principles of Digital Image Synthesis. San Francisco: Morgan Kaufmann 1995. – Flückiger, Barbara: Visual Effects. Filmbilder aus dem Computer. Marburg: Schüren 2008, S. 88-97.