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Silhouette

Der Begriff geht auf den Finanzminister Ludwigs XV., Etienne de Silhouette (1709-1767), zurück. Karikaturen von ihm in Form von Schattenfiguren nannten sich „Silhouetten“. Die Silhouette, auch Schattenriss genannt, bezeichnet das oft aus schwarzem Karton ausgeschnittene Portrait eines Menschen, der von der Seite gezeigt wird. Mit Hilfe des Silhouettierstuhls wird der Umriss des Kopfes der abzubildenden Person, die von der Seite mit Licht bestrahlt wird, auf ein Papier übertragen. Mit einem Storchenschnabel (Pantograph) fährt dann der Künstler die Konturen dieser Vorlage ab und überträgt so die Linien maßstabsgetreu verkleinert auf schwarzen Karton. Mit der Schere wird das Profil anschließend ausgeschnitten. So entsteht binnen weniger Minuten ein preiswertes naturgetreues Abbild der Person. Die Silhouette ersetzte in vergangenen Jahrhunderten das Gemälde, welches herzustellen viele Sitzungen erforderte und für viele Menschen zudem unerschwinglich war. Wegen der graphischen Anklänge an ihr Erscheinungsbild nennt man auch starke Gegenlichtaufnahmen, bei denen nur die Umrisse einer Figur zu sehen sind, Silhouetten.

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