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Sinema

In den 1970er Jahren aufgekommenes Kofferwort aus engl. sin ‚Sünde‘ und cinema ‚Kino‘. Der Ausdruck umschreibt vorwiegend Exploitationsfilme, in denen – wie z.B. in dem umfangreichen Werk des spanischen Regisseurs Jess Franco – eine wilde, auf Schock abzielende Mischung aus Sex & Crime, Erotik, Pornographie, Sadismus, Horror, Vampirismus, Splatterfilm und Nekrophilie angeboten wird, die den willigen Betrachter zwischen lüsternem Angezogen- und angeekeltem Abgestoßensein schwanken lässt. Insbesondere die italienische Buchreihe Bizarre Sinema! (Firenze: Glittering Images, 4 Bde., 1995-2002), die derartigen Filmen gewidmet ist, hat es zu einigem Kultstatus gebracht.

Literatur: Brode, Douglas: Sinema: erotic adventures in film. New York: Citadel / Partridge Green: Biblios 2002. – Fentone, Steve: Anticristo: The bible of nasty nun sinema & culture. Guildford, Surrey: FAB Press 2000. – Garton, Ray: Sinema. In: Silver scream. Ed. by David J. Schow. New York: TOR 1988 [Kurzgeschichte]. – Turan, Kenneth / Zito, Stephen F.: Sinema: American pornographic films and the people who make them. New York: Praeger 1974 [1975].

Referenzen