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slacker movie

Der Ausdruck slacker bezeichnet seit dem späten 19. Jahrhundert jemanden, der sich vor der Arbeit drückt und jeglichen Anstrengungen aus dem Weg geht. Als prototypische Jugendfigur findet er sich schon in Nicholas Rays Rebel Without a Cause (1955). Seit Richard Linklaters dokumentarischem Film Slacker (1991), der an einem einzelnen Tag in Austin/Texas in kurzen, vignettenartigen Einstellungen zahlreiche seltsame Zeitgenossen, Unangepasste und Loser zu Wort kommen lässt, wurde der Ausdruck auf jene Generation der Zwanzigjährigen übertragen, die aus den unterschiedlichsten Gründen den amerikanischen Traum ungewöhnlich bis exzentrisch auslegen und bei der Suche nach ihrem persönlichen Glück ganz unamerikanisch ehrgeizlos verfahren, mit nichts belästigt werde und lediglich „abhängen“ wollen.
Im Bereich der Hochschule gibt es für slack bereits seit den 1970er Jahren die Bedeutung „ungenügende, schlechte Durchführung einer Arbeit“. Die verschiedenen Bedeutungen mischen sich zwar schon in College-Komödien wie [National Lampoon‘s] Animal House (1978, John Landis), doch erst später wird der Begriff zur Bezeichnung des Subgenres verwendet, als Titel dann auch in Slackers (2002, Dewey Nicks), ein Film, der davon handelt, wie sich drei Freunde mit minimalstem Aufwand durch ihre Studienzeit zu mogeln versuchen.

Literatur: Caniglia, Julie: Reel slack: it didn't start with Slacker. A look at two decades of blank generation cinema. In: Utne Reader, 63, May-June 1994, S. 24-25.
 

Referenzen