Metainformationen zur Seite

slow cinema

manchmal auch: contemplative cinema; dt. etwa: „Kino der Langsamkeit“, „kontemplatives Kino“

Als slow cinema wird ein oft dem Minimalismus und dem Kunstkino zugerechneter Stil der Filmerzählung bezeichnet, der auf oft sehr langen Einstellungen beruht, im Modus eher beobachtend als die Handlung zentrierend und auflösend, das Narrative ist oft weit in den Hintergrund gedrängt, mit meist feinziseliertem Ton ohne oder mit nur wenigen Dialogen. Die Filme vertrauen auf die signifikative Potenz der Bilder, diese bilden den primären Gegenstand für den Zuschauer. Als Vorläufer der Bewegung gelten Andrei Tarkovsky, Theo Angelopoulos, Béla Tarr und Michelangelo Antonioni.

Literatur: Flanagan, Matthew: Towards an Aesthetic of Slow in Contemporary Cinema. In: 16:9, 6,29, Nov. 2008, URL: http://www.16‑9.dk/2008‑11/side11_inenglish.htm. – Flanagan, Matthew: 'Slow Cinema': Temporality and Style in Contemporary Art and Experimental Film. Ph.D. Thesis, University of Exeter 2012.