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Sneak preview

(1) Ein sneak preview (wörtlich in etwa „heimliches Preview“) ist eine unangekündigte Präsentation eines neuen Films, der noch nicht im Verleih ist oder sich sogar noch in der letzten Produktionsphase befindet. Dabei wurden seit den 1920er Jahren die Publikumsreaktionen gemessen – als Reaktionen im Saal, als Gesprächsäußerungen wie aber auch als schriftliche Meinungsbekundungen auf Fragebögen.
(2) Inzwischen allgemeine Bezeichnung für einen „Überraschungsfilm“, der kurz vor dem offiziellen Start ist und ohne Nennung des Titels gezeigt wird. Darin knüpft die Programmierung der modernen Kinos wiederum an eine ältere Strategie an, mittels sneak previews einen Film für die lokale Öffentlichkeit attraktiv zu machen. Manchmal werden hierzu eigens Kopien gezogen (oft preview prints oder sample prints genannt).

Sneak Previews werden in den letzten Jahren insbesondere als Alternative zu den kostspieligen TV-Werbekampagnen eingesetzt. So wurde Erin Brockovich (USA 2000, Steven Soderbergh) mit Hunderten von Sneak Previews lanciert, wodurch der Verleiher mehrere Millionen US-Dollar für TV-Spots einsparen konnte.

Literatur: Handel, Leo A.: Hollywood looks at its audience: A report of film audience research. Urbana: University of Illinois Press 1950.
 

Referenzen