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Sony Pictures Entertainment (SPE)

Im Jahre 1989 kauft der gigantische japanische Elektrokonzern Sony die Columbia Tri-Star für 3,5 Milliarden US-$. Damit ging zum ersten Mal einer der Hollywood-Majors in ausländischen Besitz über. Kurz nach dem Kauf erwarb Sony im Jahre 1990 das Studiogelände der alten MGM in Culver City, so dass Columbia-Tristar aus den gemieteten Räumen auf dem Warner Brothers „lot“ in Burbank ausziehen konnte. Als Produktionschefs setzte man den ehemaligen Friseur Jon Peters und den Rechtsanwalt Peter Guber ein (zusammen verdienten sie mehr als 1 Milliarde US-$), die schon bald mit den japanischen Besitzern in Konflikt gerieten, weil Sony weitere Milliarden von Dollars durch teure Flops wie Bonfire of Vanities (1991) verlor. Beide wurden binnen zweier Jahre wieder abgesetzt, doch erst mit der Ernennung von John Calley zum „Chief Operating Officer“ im Jahre 1996 ging es mit dem Sony Filmgeschäft bergauf. Im Jahre 1997 setzte SPE eine neue amerikanische Rekordmarke mit einem globalen Einkommen von 2,3 Milliarden US-$, u.a. mit den Hits Men in Black, Air Force One und My Best Friend‘s Wedding. Weitere Megahits wurden Godzilla (1998), Charlie‘s Angels (2000) und Spiderman (2002). Als Tochtergesellschaften der SPE fungieren Columbia Tristar Pictures, Sony Pictures Classics (das mit Crouching Tiger, Hidden Dragon den erfolgreichsten ausländischen Film aller Zeiten vertrieb), Columbia Tristar Home Entertainment (Video und DVD Markt) und Sony Pictures Television Group (TV Produzent).

Literatur: Griffin, Nancy / Masters, Kim: Hit and Run. How Jon Peters and Peter Guber Took Sony for a Ride in Hollywood. New York: Simon & Schuster 1996.