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Spin-Off

auch: spin off, spinoff; gelegentlich: off-spring; dt. etwa: Ausgründung; von engl. spin (=drehen, schleudern); spin off = wegschleudern, absondern eines Teils von einem anderen; oft als Bezeichnung für Technologietransfer, Übertragung von Techniken in andere Technikbereiche u.ä.

Die Bezeichnung Spin-Off wird heute in zwei Richtungen verwendet: (1) Man versteht darunter die Ausgliederung bzw. Ausgründung von Unternehmensteilen; (2) es kann aber auch um die Weiterentwicklung vorhandener Artikel oder um den Aufbau eines neuen Artikels aus alten Bestandteilen gehen. In letzterem Sinne wird z.B. die Weitergabe von Fotoberichten für Klatschmagazine mit leichten Veränderungen von einem Verlag zum anderen als spin-off bezeichnet. Im Fernsehen sind spin-offs Serien, die Elemente (wie Environments oder Plotstrukturen) und/oder Figuren aus einer Mutterserie übernehmen und somit auf einer existierenden Serie aufbauen. Mutter- und Spin-Off-Serie werden vom gleichen Produzenten betreut. Das Spin-Off soll an den Erfolg der Mutterserie anknüpfen, Publika sollen von der Mutterserie übernommen werden, ihr Renommee auf das neue Produkt abfärben. Spin-Offs sind so Nebenprodukte einer in der Regel erfolgreichen Film- und Fernsehproduktion. Sie basieren auf einem letztlich ökonomischen Kalkül, Beliebtheit und Erfolg der einen Serie in Zuschauerbindungen an eine andere zu überführen.

Literatur: Bellamy, Robert V. / McDonald, Daniel G. / Walker, James R.: The spin-off as television program form and strategy. In: Journal of Broadcasting and Electronic Media 34,3, 1990, S. 283-297. – Petersen, Rüdiger: „Serien-Spin-Off“ als Strategie der Programmentwicklung. Köln: Institut für Rundfunkökonomie 2004 (Arbeitspapiere des Instituts für Rundfunkökonomie. 190.). – Rüdiger Petersen/ Hans J. Wulff: Spin-Off: Von der Bedeutung des „Fortspinnens“ für die Programmentwicklung des Fernsehens. In: Programm und Programmatik. Kultur- und medienwissenschaftliche Analysen. Hrsg. v. Ludwig Fischer. Konstanz: UVK 2005, S. 339-356.

Referenzen