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Sportfilm

Sportfilme sind Filme, in denen Sport, sportliche Wettkämpfe oder Sportler als handlungstragende Motive vorkommen. Der Sportfilm kommt in der Filmgeschichte als Dokumentation, Doku-Drama und Spielfilm vor. Oft sind Dramen und Psychodramen, Liebesfilme, Gangsterstories oder sogar Western und Science-Fiction im Milieu des Sports angesiedelt. Der Sportfilm grenzt sich jedoch dadurch von anderen Genres ab, dass Sport, sportliche Wettkämpfe oder Sportler bzw. Sportstars im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Um diesen dramaturgisch-stofflichen Mittelpunkt des Sports herum ranken sich dann Liebes- und Gangsterstories oder Dramen und Psychodramen, in melodramatischem oder komödienhaftem Stil.
Die ersten Sportfilme waren Stummfilme (z.B. College mit Buster Keaton). Im Lauf der Filmgeschichte hat sich der Sportfilm nach Sportarten aufgefächert und differenziert, z.B. die Subgenres des Boxerfilms, Baseballfilms etc. herausgebildet. Häufig sind Sportstars selber Hauptdarsteller in Sportfilmen oder werden als Legenden inszeniert (z.B. Muhammad Ali in Ich bin der Größte, Mike Tyson in Tyson, Wilma Rudolph in Die schwarze Gazelle usw.), deren Aufstieg im Leistungssport dokumentarisch (Sport-Doku) oder inszeniert (Sport-Spielfilm) gezeigt wird. Diesen typischen Themen des Sportfilms stehen außergewöhnliche Sportfilme gegenüber, in denen die Prinzipien eines übersteigerten und zum Sensationellen geöffneten Leistungsprinzips kritisch hinterfragt (wie z.B. in Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss) oder Sportstars desavouiert werden (wie z.B. in Die Bubi-Scholz-Story) oder in denen sogar hintergründige Gesellschaftskritik verborgen ist (wie z.B. Die den Hals riskieren).

Referenzen