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Spreizverfahren

auch: Farbenspalter-Verfahren, optisch-mechanische Farbverfahren

In der älteren deutschen Fachliteratur übliche Bezeichnung für gleichzeitig, aber räumlich getrennt auf einem, zwei oder drei Schwarz/Weiß-Filmen neben- oder untereinander aufgenommene Farbauszüge. Bei den Ausführungsformen mit mehreren Farbauszügen auf einem Film befanden sich diese entweder neben- oder übereinander in einem Bildfeld (z.B. bei Rouxcolor) oder ähnlich dem Folgeverfahren übereinander in zwei bis drei Bildfeldern (z.B. bei der zweiten Version von Chronochrome Gaumont) oder sie lagen auf einem doppelt breiten Film nebeneinander (z.B. bei Biochrom). Die Aufnahme und oft auch die Projektion erfolgten durch mehrere Objektive oder über einen Strahlenteiler (in der Strahlenteilerkamera). Nachteile des besonders vor Einführung des Tonfilms häufig verwendeten Verfahrens (z.B. Kodachrome-Verfahren(1)) waren bei der Benutzung mehrerer Kameraobjektive oft räumliche Parallaxenfehler. Die Spreizverfahren wurden gelegentlich auch Farbenspalter-Verfahren genannt.

Literatur: Schultze, Werner: Farbenphotographie und Farbenfilm. Berlin/Göttingen/Heidelberg: Springer 1953, S. 24-25, 29-30.

Referenzen