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Stachow-Filmer

Der Kamerahersteller Leo Stachow, der schon vor dem Krieg ein Reformkino in Friedenau bei Berlin betrieben hatte und der Besitzer der Aar-Kinematographenwerke in Berlin war (seit ca. 1906), brachte 1922 den Stachow-Filmer auf den Markt, eine besonders leichte und bewegliche Kamera. Der Kameramann Karl Freund benutzte sie für die Aufnahmen seiner „entfesselten Kamera“: Dazu ersetzte er die Kamerakurbel durch eine motorgetriebene Schwungscheibe. Die Leichtigkeit der Kamera, verbunden mit der Freistellung der Hände des Kameramannes bedingte es, dass man sich die Kamera nun vor den Bauch schnallen, sie auf einem Fahrrad befestigen oder sonstwie frei bewegen konnte. Das berühmteste Beispiel wurde der von Freund fotografierte Der letzte Mann (1924, F.W. Murnau).