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Startband

engl.: leader; als Bezeichnung für das Vorlaufstück bei MAZ-Bändern auch: Startvorspann

Vorführ-Kopien sind am Beginn jeder Vorführrolle mit einem Startband versehen. Dessen Aufgabe ist (1) Schutz des eigentlichen Bildteils des Films, ähnlich dem Buchdeckel, (2) Festhalten von Information zum Film und jeweiligen Akt, also Filmtitel, Kopiennummer, Aktnummer, Bildformat, Tonsystem (Lichtton, Magnetton) und Sprach(en)version, (3) Hilfe zur synchronen Aufführung und (4) kopiertechnische Angaben. Der Vorlauf des Startbandes von mehreren Sekunden ist erforderlich, damit die Schwungmasse des Tongerätes ohne Filmriss beschleunigt werden kann und mit Beginn der Tonwiedergabe keine Verzerrungen zu hören sind. Meist ist das Startband mit Sekundenanzeigen (mind. sec7-sec2 bis Beginn der Kopie) versehen, kann aber auch aus Klarfilm, Schwarzfilm oder monochromem Filmmaterial bestehen. Normale Spielfilme haben einen 12sec langen Vorlauf (darum auch: 12er-Start). Die „3“ in dieser Zählung liegt 48 Bilder vor dem ersten Bild; sie ist mit einem 1.000Hz-Ton (dem Bip) belegt, der über die Länge eines Bildes geht und zur Bild-Ton-Synchronisation dient.
Bei 12er-Start gilt die „12“ als Startmarke und ist auf allen Rollen mit einem Startkreuz gekennzeichnet. Vor der „12“ sind noch mindestens 3m Vorlauf (die sog. Allonge) zum Einlegen des Films in den Projektor nötig. 
Festlegung der Einzelheiten von Start- und Endband für Kinokopien im Format 35- und 16mm: ISO 4241.
 

Referenzen