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Stockphotographie

auch: Stockfotografie; schlechte Eindeutschung von engl.: stock photography (etwa: = Photographien auf Lager / im Archiv), bei Bewegtbildern: stock shot; gelegentlich auch: Gebrauchsphotographie, Archivphotographie

Allgemeine Bezeichnung für Bilder, die – meist von Bildgenturen – vorproduziert, in Bildarchiven aufbewahrt und für aktuelle Berichterstattung, Illustration, Werbung etc. vertrieben werden. Sie sind z.T. ohne klare Primärverwendung als Archivmaterial produziert worden und stehen einem Illustrator, einer Zeitung etc. zur aktuellen Verwendung zur Verfügung. Ähnlich wie das stock footage im Film bildet das Material eine Art Bilderbibliothek, die in die je aktuelle Produktion eingebunden wird. Es wird unterschieden zwischen lizenzfreien Bildern (royalty free), deren Preis sich meist nur nach der Größe des Bildes (bzw. der Reproduktion) festgelegt wird, und lizenzpflichtigen Bildern (rights managed), deren Nutzung eindeutig festgelegt wird und die vom Lizenznehmer über die vereinbarte Nutzung hinaus nicht weiter verwendet werden dürfen. Meist wird dabei eine Urhebernennung vertraglich gefordert.

Literatur: Runge, Evelyn: Ökonomie der Fotografie: Beobachtungen zum globalen Markt der Bilder. In: Medienwissenschaft, 3, 2016, S. 274-296. – Ullrich, Wolfgang: Bilder zum Vergessen. Die globalisierte Industrie der „Stock Photography“. In: Grittmann, Elke/ Neverla, Irene/ Ammann, Ilona (Hrsg.): Global, lokal, digital ‑ Fotojournalismus heute. Köln: von Halem 2008, S. 51‑61. 

Referenzen