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Stop-Motion

engl.: stop-motion, stop motion animation, single-frame-technique, single-frame stop-action cinematography, gelegentlich: stop-action, pixilation

Im Verfahren der einzelbildweisen Belichtung wird jeweils ein einzelnes Bild von einer Zeichnung oder einem Modell aufgenommen, dann leichte Veränderungen an Zeichnung oder Modell vorgenommen, das nächste Bild gemacht usw. Werden die Bilder kontinuierlich projiziert, ist im Film nachher eine zusammenhängende Bewegung zu sehen. Letztlich basiert auch der extreme Zeitraffer auf dem Stop-Motion-Effekt – auch ein Film über das Wachsen einer Pflanze ist aus einzelbildweisen Belichtungen synthetisiert.
Für die meisten Animatoren, die mit Stop-Motion – einem der elementaren Verfahren des Trickfilms – arbeiteten, stand der naturalistische Eindruck, den die animierten Puppen machten, als ästhetisches Ziel im Vordergrund, zumal er es gestattete, die animierten Sequenzen mit Realaufnahmen zu kombinieren, so dass eine phantastische Erweiterung der Realität illusioniert werden konnte. Das wohl berühmteste Beispiel, das in dieser Technik entstand, ist King Kong (1933) und wurde von Willis Harold O‘Brien animiert. Auch die meisten Animationen Ray Harryhausens basieren auf der Stop-Motion (Filme wie Twenty Million Miles to Earth, 1957, Jason and the Argonauts, 1963, und Clash of the Titans, 1981).

Literatur: Brierton, Tom: Stop-motion puppet sculpting. A manual of foam injection, build-up, and finishing techniques. Jefferson, N.C.: McFarland 2004. – Penso, Gilles: Stop-motion. L'Animation image par image dans le cinéma fantastique. Paris: Dreamland 2002. – Pettigrew, Neil: The stop-motion filmography. A critical guide to 297 features using puppet animation. Jefferson, N.C.: McFarland 1999.
 

Referenzen