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Storyboard

auch: story board; manchmal auch continuity sketches genannt; dt. äußerst selten auch: Papierfilm, Drehpapier

Besonders bei Animationsfilmen und Filmen mit vielen Spezialeffekten, aber oft auch bei normalen Filmproduktionen wird anhand des Drehbuchs eine Art Comic-Strip des gesamten Films gezeichnet, für jede Einstellung gibt es ein Bild (oder bei aufwendigen Einstellungen sogar mehrere). Das erleichtert das Drehen, da man ein Bild vor Augen hat, und so Ausstattung, Kameraposition, Tricks, aber auch Probleme wie Anschlüsse oder Achsensprünge im Vorfeld abklären kann. Oft werden technische Einzelheiten – Toneffekte, Musik, Kamerabewegungen, aber auch Dialoge – im Storyboard notiert. In heutigen Großproduktionen, wo Filmszenen aus vielen Einzelteilen per Compositing zusammengesetzt werden, wäre die Arbeitsteilung ohne detailliertes Storyboard unmöglich. Storyboards und Animatics sind außerdem übliche Formate, um Filmprojekte zu verkaufen oder Geldgeber zu gewinnen.
Die visuelle Vorbereitung eines Films ist sehr unterschiedlich – wir wissen z.B. von Alfred Hitchcock, dass er die visuelle Auflösung mittels storyboarding schon vor dem Dreh weitestgehend vorgenommen hatte; dagegen entscheiden andere Regisseure erst während des Drehs, wie die Szene aufgelöst werden soll. Eine Sonderrolle spielen Produktionsdesigner wie Hein Heckroth, der mit seinen Storyboards die später möglichen Bilder weitgehend festlegt.

Literatur: Hart, John: The art of the storyboard. Storyboarding for Film, TV, and animation. Peeters, Boston [...]: Focal Press 1999. – Peeters, Benoît / Faton, Jacques / Pierpont, Phillipe de: Storyboard. Le cinéma dessiné. Crisnée: Ed. Yellow Now 1992.
 

Referenzen