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Strahlenteilerkamera

engl.: beam splitter, beam splitter camera

Die Strahlenteilerkamera wurde 1897 ungefähr gleichzeitig von Louis Ducos du Hauron und seinen Zeitgenossen Frederick H. Ives und Adolf Miethe erfunden. Im Film wurden derartige Kameras für Farbfilmverfahren wie Technicolor (Three Strip Beam Splitter Camera, 1932 von George A. Mitchell und Joseph Arthur Ball vorgestellt, bis 1955 gebaut) entwickelt: Dabei lenkt ein Prisma hinter dem Objektiv Lichtstrahlen über Farbfilter auf verschiedene Filme, die die jeweils besonderen Farbauszüge des Gesamtbildes fixierten. Gelegentlich wurde auch mit mehreren Objektiven gearbeitet.
Beam-Splitters wurden oft für den Einsatz von Wandermasken umgebaut. Im Rank-Verfahren etwa wurden Vorder- und Hintergründe getrennt, indem man sie komplementärfarbig beleuchtete und dadurch voneinander abhob. Wenn also ein Hintergrund blau ausgeleuchtet wurde, filterte das Prisma die blaue Strahlung derart aus dem Gesamtbild heraus, dass das mitlaufende Maskenband entsprechend belichtet wurde und eine Primärmaske entstand. Mit dem Kolor-Negativ und dem Maskenband lag dann ausreichend Ausgangsmaterial für den weiteren Kopierprozess vor. 
 

Referenzen