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straight man

auch: feed, dead wood, stooge; wörtlich: „gerader Mensch“

Der Begriff stammt aus der Geschichte der Theater- und Zirkus-Comedy: Der straight man ist in einem Clowns- oder Komiker-Duo (double act) derjenige, der dem eigentlichen Komiker (dem funny man) die Bälle zuwirft, mit denen dieser mehr oder weniger perfekt jongliert, oder die Stichworte liefert, aus denen dieser dann Blödsinn machen kann. Der straight man ist bis zur Humorlosigkeit ernst und dient als striktes Gegenbild zu seinem dummen oder einfältigen, verrückten, desorientierten, tollpatschigen, manchmal auch durchtriebenen, auf jeden Fall aber komisch wirkenden und agierenden Partner. Gerade der Widerspruch zwischen der oft steifen Kontrolliertheit des straight man und seinem Gegenüber erzeugt die Voraussetzungen für die Lächerlichkeit des Geschehens. Beispiele finden sich auch in der Filmgeschichte (man denke an das Doppel von Laurel und Hardy) sowie in zahlreichen Formaten des Fernsehens (als Beispiel sei auf Ernie und Bert aus der Kindersendung Sesamby Street verwiesen).

Referenzen