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strata-cut animation

Spezialform der Knetanimation (clay animation, claymation). Verschiedene farbige Modelliermassen (etwa Plastilin) werden zu einem Block in Form eines Brotlaibs geknetet. Mit einer Schneidevorrichtung werden dann Scheiben von diesem Leib geschnitten und die Schnittfläche des restlichen Blocks in einem starren Rahmen fotografiert. Zuweilen wird die Schnittfläche auch von Hand bemalt. Montiert man die einzelnen Bilder dann zu einem Film, ergeben sich Sequenzen von eigenem Reiz. Der deutsche Experimentalfilm-Pionier Oskar Fischinger verwendete bereits in den 1920er Jahren Wachsblöcke, die abstrakte Farbmuster zeigten (Wachsexperimente, 1927, 6 min.). In den 1980er Jahre verfeinerte der Amerikaner David Daniels, ein Mitarbeiter des Knet-Animateurs Will Vinton, die alte Technik und schuf den 16-Minuten-Film Buzz Box (1985), in der eine bunte Figur zu sehen ist, die an ein sitzendes Baby erinnert. Daniels‘ Kurzfilm, der als politische Aussage über den Zustand Amerikas verstanden werden sollte, ruft psychedelische Effekte hervor, die der Autor selbst als „insanimated“ bezeichnet hat. 2006 stellte Daniels ein 9-minütiges Remake seiner Buzz Box vor. 
 

Referenzen