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tachimawari

Für das japanische Kabuki-Theater typische, formal vollkommene Choreografie des Schwertkampfs als Tanz. Der kundige Zuschauer schätzt die Flüssigkeit in der perfekten ästhetischen Bewegungausführung, die nicht zu einem Ende zu kommen scheint, d.h. die Waffen schlagen nicht wirklich aufeinander ein, reißen keine Scharten, dringen nicht in die Körper der Kämpfenden ein.
Werke der Stummfilmzeit, die markante tachimawari-Szenen enthalten, sind z.B. Fuun Joshi (Castle of Wind and Clouds, 1928, Toko Yamazaki) und Jujiro (Crossways, aka: Crossroads, aka: Shadows of the Yoshiwara, 1928, Teinosuke Kinugasa). In Zatoîchi (Zatoichi - Der blinde Samurai, 2003) verknüpft Takeshi Kitano die alte musikalisch-ästhetische Schwertkampf-Kunst des Kabuki mit modernen Erzählweisen. 1981 hat Tomoko Fujiwara mit Kabuki no Tachimawari einen dokumentarischen Lehrfilm über Schwertkampf-Szenen im Kabuki fertiggestellt.

Literatur: Leiter, Samuel L.: Tachimawari: stage fighting in the kabuki theatre. [New York]: Performing Arts Program of the Asia Society [1976]. – Turse, Paul: Martial arts and acting arts. In: Journal of Theatrical Combatives 5, 2000; URL: http://ejmas.com/jtc/jtcart_turse_0503.htm.

Referenzen