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Tamil-Film

Kollywood werden indische Tamil-Filme genannt, die in Kodambakkam, einem Stadtteil von Chennai (früher Madras) im Bundesstaat Tamil Nadhu im Süden Indiens, produziert werden. Tamil-Filme werden natürlich auch in Sri Lanka gedreht. Nach Hindi- und Telugu-Filmen haben Tamil-Filme den größten Anteil an der gesamtindischen Filmproduktion und finden die größte Verbreitung außerhalb Indiens. Erfolgreiche Tamil-Filme werden ebenso wie erfolgreiche Filme in anderen Regionalsprachen Indiens in Hindi synchronisiert oder mit Schauspielern, deren Popularität nicht regional beschränkt ist, neu gedreht. In jüngerer Zeit sind etwa die Filme von Mani Ratnam (Roja, 1992, Bombay, 1995) in Hindi synchronisiert worden, bevor Ratnam auch Hindi-Filme inszenierte.
Die meisten Tamil-Filme unterscheiden sich nur in Details von Hindi-Filmen. Es handelt sich um kommerzielle, zweieinhalb bis dreistundenlange Filme mit Musik und Tanz. Der Tamil-Film brachte einige der mitunter religiös verehrten Superstars des indischen Films hervor. Einige von ihnen nutzten ihre Popularität auch für eine politische Karriere. Neben Ratnam zählt zur Zeit Ram Gopal Varma (Rangeela, 1995, Company, 2002) zu den bekanntesten Regisseuren des Tamil-Films.

Literatur: Garga, B.D.: So Many Cinemas. The Motion Picture in India. Mumbai: Eminence Designs 1996.

Referenzen