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Technicolor II: Drei-Farben-Technicolor

Im Jahre 1932 begann Herbert Kalmus mit der Entwicklung einer Drei-Farben-Kamera, die das Licht spaltete, um jeweils ein Schwarzweiß- Negativ durch einen grünen, einen blauen und einen roten Filter zu belichten. Für Rot und Grün benutzte man panchromatisches, für Blau dagegen orthochromatisches Material. Von den Negativen werden dann Schablonen für die drei Farbauszüge angefertigt, die Farbe dann im Aufsaugverfahren (Imbibition) auf klares Zelluloid gedruckt. Zum ersten Mal lag ein Farbfilm vor, der sämtliche Farben des Lichtspektrums wiedergeben und dennoch von einem herkömmlichen Schwarzweiß-Vorführapparat projiziert werden konnte. Die Nachteile des Verfahrens waren einerseits die hohen Kosten (dreimal so viel Material musste belichtet werden), andererseits die notwendigen hohen Lichtstärken wegen der Lichtspaltung und Belichtung zweier nebeneinanderliegenden Filmstreifen.
Walt Disney wagt es als erster, das Verfahren bei Flowers and Trees (1932) und The Three Little Pigs (1932) anzuwenden; letzterer wurde eine Weltsensation. Der erste Langspielfilm im neuen Technicolor wurde Becky Sharp (1935) von Rouben Mamoulian, den die Firma selbst finanzierte. Im Jahre 1936 kam der Durchbruch mit Garden of Allah von David O. Selznick und Drums Along the Mohaw von 20th Century-Fox. Bis Mitte der 1960er Jahren wurde die Mehrzahl der Prestigefilme in Hollywood in Technicolor gedreht, obwohl die Firma einen hohen Preis für Kameramieten und Kopien verlangte. Danach bevorzugen Filmproduzenten zunehmend die billigeren Kodak-Farbfilme, so dass Mitte der 1970er Jahre die Firma die Produktion einstellte.

Literatur: http://www.widescreenmuseum.com/oldcolor/technicolor1.htm.

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