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Telekratie

Der Begriff der Telekratie wurde zur Zeit der so genannten „Telerevolution“ in Rumänien geprägt und gelangte anlässlich der Wahl des Medienunternehmers Silvio Berlusconi in Italien zum Ministerpräsidenten 1994 sowie 2001 erneut in die öffentliche Diskussion, als viele Beobachter die Demokratie in Gefahr sahen und von einer „neuen Regierungsform der Telekratie“ sprachen. Telekratie wird oft als abwertendes oder scherzhaftes Schlagwort gebraucht, um eine Staatsform, in der die Macht nicht vom Volk, sondern vom Fernsehen beziehungsweise von dessen Besitzer ausgeht (Herrschaft durch das Fernsehen) resp. politische und Medienmacht miteinander verschmelzen.

Literatur: Greca, Rainer: Berlusconismus und Mediokratie. Indikatoren für einen Wandel zur Post‑Demokratie? In: Forum für osteuropäische Ideen‑ und Zeitgeschichte 16,2, 2012, S. 133‑164. – Wallisch, Stefan: Aufstieg und Fall der Telekratie. Silvio Berlusconi, Romano Prodi und die Politik im Fernsehzeitalter. Wien [...]: Böhlau 1997. – Wolf, Andrea: Telekratie oder Tele Morgana? Politik und Fernsehen in Italien. Frankfurt [...]: Lang 1997.

Referenzen