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Tentakelfilme

(1) Kraken gehören in den Gruselgeschichten der Seeleute immer schon zu den wichtigsten See-Monstern – aus der Tiefe des Meeres auftauchend, sind ihre Tentakeln tödliche Waffen, die Menschen oder gar ganze Schiffe umschlingen und in die Tiefe des Meeres ziehen können. Das Motiv findet sich heute vor allem im Trash-Film. Als Klassiker dieser neuen Anverwandlung des Stoffs gilt die japanische Produktion Okutopasu (IT: Octopus, 1998, Gou Suzuki), der zwischen Monster- und Splatterfilm vermittelt. Ein anderes neueres Beispiel ist Eye of the Beast (Kanada 2006, Gary Yates), in dem ein Killerkrake ein Küstenstädtchen terrorisiert – ein Film, der im Übrigen eine ähnliche Geschichte erzählt wie schon Tentacoli (USA 1977, Ovidio G. Assonitis). Die Nähe zum Tier-Horrorfilm nach dem Muster von Jaws (USA 1974, Stephen Spielberg) ist meist deutlich zu spüren; und wenn in Octopus (USA 2000, John Eyres; ähnlich schon: Octaman, Mexiko/USA 1977, Harry Essex) ein Krake durch Berührung mit Atommüll zum Riesenwuchs mutiert und damit zu einer allgemeinen Gefahr wird, liegen die Quellen in der Tradition der animalischen Monsterwesen im Paranoia-Kino der 1950er offen – schon It Came from beneath the Sea (USA 1955, Robert Gordon) erzählte die Herkunft des Riesenkraken aus einem Atombombentestgebiet.
(2) In der japanischen Zensur war die Abbildung weiblicher Schamhaare streng untersagt; darum werden im Hentai-Film die weiblichen Figuren bis heute haarlos dargestellt. Auch haben sie keine sexuellen Beziehungen mit Männern, sondern höchstens mit See-Ungeheuern, die mit ihren penisähnlichen Tentakeln die Frauen vielfach penetrieren können.