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Tiefenkriterien: okulomotorische Tiefenkriterien

Erste Raumhinweise gibt der okulomotorische Apparat – Stellung der Augen, Anspannung der Augenmuskeln, Augenbewegungen. Die beiden wichtigsten Hinweisgeber sind die Konvergenz der Augen, die sich verändert, wenn sie sich z.B. einwärts drehen, um Objekte in der Nähe scharf wahrzunehmen, und die Akkomodation der Linsen, die sich verändern, wenn ein Gegenstand fixiert wird. Konvergenz und Akkomodation sind die beiden entscheidenden Merkmale, nach denen Augenbewegungen beschrieben werden. Der Konvergenzwinkel gibt dabei an, in welchem relativen Winkel die Augen auf einen Gegenstand schauen. Er kann zwischen 0° beim Blick auf sehr weit entfernte Gegenstände und 15° variieren; werden Gegenstände ab einer Entfernung von etwa 25cm fixiert, können die Augen noch problemlos Schärfe erzielen. Akkomodation bezeichnet die Fähigkeit der Augenlinse, durch Verdickung eine Scharfstellung des fixierten Objekts von etwa 25cm (evtl. auch weniger – die Akkomodationsfähigkeit ist altersabhängig) bis ins Unendliche leisten zu können. Konvergenz und Akkomodation geben Hinweise auf die Tiefe eines Raumes und der darin befindlichen Gegenstände. Je nachdem, wie nah oder fern ein beobachteter Gegenstand ist, verändern sich Linsenform und Stellung der Augen.