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Tonkabine

auch: Tonbox, Audiokabine, Schallkabine; engl.: sound booth

(1) Um die Laufgeräusche der Kamera bei gleichzeitiger Tonaufnahme zu unterdrücken, war in der Frühzeit des Tonfilms die Kamera in einer möglichst schalldichten Kabine im Filmatelier untergebracht, die gelegentlich „Tonkabine“ genannt wurde. In ihr war nicht nur die Kamera mit ihren Bedienern untergebracht, sondern auch der Tonmeister, der dort die Tonaufnahme kontrollierte und steuerte. Ein höchst lebendiges (und amüsantes) Beispiel findet sich in Singin‘ in the Rain (USA 1952, Stanley Donen, Gene Kelly). Daneben gab es nur für den Tonmeister reservierte Kabinen, in denen der Tonmeister und das Mischpult untergebracht war; er war durch ein Fenster mit dem Raum außerhalb des Kabine verbunden und konnte sich mittels Telephon oder Signalanlage mit den Akteuren vor der Kamera verständigen.

(2) Derartige Tonkabinen finden in der Studio-Musikaufnahme bis heute ihre Anwendung. Es gilt die Grundregel, dass hochwertige Aufnahmen von Musik, Gesang, Geräusch oder Sprache nur mit professionellem Schallschutz und einer definierten Akustik realisierbar sind. Heute wird außerhalb des Studios oft mit portablen, modular an die Gegebenheiten vor Ort anpassbaren Audiokabinen gearbeitet.

(3) Auch die Sprecherkabine bei der Nachvertonung vor allem von TV-Reportagen und Magazinbeiträgen wird Tonkabine genannt.