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Treatment-Test

engl.: treatment test; auch: concept test

Der Treatment-Test gehört zu den Untersuchungsmethoden der Vorproduktionsphase und wurde 1937 vom Gallup Audience Research Inc. eingeführt. Die Testpersonen erhalten dabei eine kurze, maximal 100 Worte umfassende Zusammenfassung des Drehbuchs und sollen anschließend angeben, wie wahrscheinlich es ist, dass sie diesen Film anschauen würden. So lassen sich – so die Annahme – Informationen über die Akzeptanz des Stoffes, eine Tendenz des späteren Entscheidungsverhaltens von Zuschauern und somit Hinweise auf die Zielgruppe des Films gewinnen. Das Kernproblem bei dem Verfahren scheint die oft mangelnde Imaginationsfähigkeit von Probanden zu sein, sich aufgrund so kurzer Texte einen Film vorzustellen; unklar ist auch der Einfluss, den Vorerfahrungen (mit ähnlichen Stoffen, mit dem Genre etc.) auf das Urteil ausüben. Die Methode gilt als äußerst fehleranfällig, was sich auch darin zeigt, dass spätere Publikumserfolge aufgrund der Treatment-Tests von den Studios abgelehnt wurden (dazu zählen sogar Blockbuster wie Star Wars, 1977). E.T. – The Extra-Terrestrial (1982) wurde durch den Test als reiner Kinderfilm ausgewiesen, wurde aber zu einem Film, der von allen Altersgruppen gesehen wurde.