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Trommelkamera

Eine Trommelkameraist eine Hochgeschwindigkeitskamera mit einem trommel- oder kreisscheibenförmigen Filmträger, um den der unbelichtete Film herumgelegt wird. Vor der Belichtung wird der Filmträger (elektro-)motorisch in Drehung um seine Längsachse bis zu einer bestimmten Drehzahl versetzt, die dann während der Belichtung des Films konstant bleibt. Bei genügend großem Durchmesser des Filmträgers und darauf abgestimmter Drehzahl lassen sich bis zu 10.000 Aufnahmen pro Sekunde erzielen. Wenn bei dieser hohen Aufnahmefrequenz ein Kameraverschluss nicht realisierbar ist, muss das zu filmende, sich bewegende Objekt mittels eines entsprechend hochfrequente Lichtimpulse aussendenden Lichtimpulsgebers (bei im Übrigen abgedunkelter Umgebung) belichtet werden. Dabei muss eine exakt gleichmäßige Lichtimpulsfrequenz gewährleistet sein. Als Lichtimpulsgeber wird meist eine elektrische Funkenstrecke eingesetzt, weil die einzelnen Lichtimpulse bei konstanter Impulsfrequenz eine Impulsdauer von jeweils nur einer hundertmillionstel Sekunde aufweisen. Das ermöglicht eine ausgezeichnete Bildschärfe. Das zu filmende Objekt ist zweckmäßigerweise zwischen dem Lichtimpulsgeber und dem Objektiv der Trommelkamera positioniert. Zwischen beiden kann auch noch ein geeignetes Linsensystem angebracht werden. Der belichtete Film wird nach der Aufnahme vom Filmträger entfernt, entwickelt und kann anschließend mit einem handelsüblichen Filmprojektor vorgeführt werden. Aufgrund der extrem hohen Aufnahmefrequenz lassen sich die Bewegungen des gefilmten Objekts in Super-Zeitlupe darstellen.