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Tungsten-Film

selten auch: Wolfram-Film; von engl.: tungsten = Wolfram; ursprünglich schwed.: tung (= schwer) + sten (= Stein)

Tungsten-Filme (mit einer Empfindlichkeit von 200 bis 3.200 ASA) wurden dafür konzipiert, Farben akkurat zu repräsentieren, die unter dem Einsatz von Flutlichtern (tungsten lights) photographiert werden, die eine deutlich niedrigere Farbtemperatur als Tageslicht abgeben (ca. 3.200 Kelvin), Farben also verzeichnungsfreier wiedergeben als normaler Tageslichtfilm. Auch die Farben alltäglichen Kunstlichts in Innenräumen werden besser repräsentiert. In der Filmindustrie wird Tungsten-Film vor allem zur Erzeugung des Day-for-Night-Effekts eingesetzt, indem man den Film unterbelichtet.

Literatur: Hedgecoe, John: The New Manual of Photography. New York: DK Inc. 2003, S. 128‑130.