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Ultrakurzfilm

auch: UKF; engl.: ultrashort, ultra-short ; auch: mini shorts, micro films ; dt. manchmal: Kürzestfilm, Mikro-Film

Vor allem der Bewerbung von Filmfestivals entstammende Bezeichnung extrem kurzer Filme. Für die erst seit ca. 2000 etablierte Bezeichnung gibt es Bestimmungen, die von „weniger als 90 Sekunden“ bis „weniger als 5 Minuten“variieren, wobei oft noch eine Differenzierung zwischen Utrashorts (bis 90sec) und „Kurzspielfilm“ (bis 5min) gemacht wird). Die Filme werden oft in Beziehung zur photographischen Praxis des Schnappschusses gebracht. Sie gehören diversen Gattungen zu – dem Clip, dem Werbefilm, kurzen Präsentationsformen von Firmen, dem gefilmten Witz u.a. –, sind realinszeniert oder animiert, finden sich auf Festivals, Displays  im  Bahnhof und in U-Bahnen, in der Fernseh-Werbung, in TV-Comedy-Formaten ebenso wie auf  dem  Smartphone-Video oder auf  Websites im Internet. Ein Großteil der UKFs sind von Amateuren hergestellt und werden durch das Internet und die Social Media verbreitet. Manche (der dann meist stummen) Filme werden auch in ganz unkonventionellen Umgebungen gezeigt – das Berliner Festival Going Underground (seit 2002) zeigt die Filme etwa in der U-Bahn. Die Filme greifen auf alle Formen des Films zu (von Spielfilm über Animationen bis hin zu experimentellen Formen).

Literatur: Rentemeister, Elke: Snap! In: Kurz & knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Hrsg.: Gamper, Michael / Mayer, Ruth. Bielefeld: Transcript 2017, S. 367-389.

Referenzen